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Über mich

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Als unruhiger Geist mit viel Wissensdurst, der lange nicht genau wusste, wohin er beruflich eigentlich will, bin ich über ein paar Umwege dort gelandet, wo erst heute alles einen Sinn ergibt. Lernen ist sozusagen mein Lebenselixier. Wenn ich nichts mehr lernen könnte, dann könnte von mir aus auch der Grabdeckel über mir zufallen. Und ich konnte mir nie vorstellen, mein Leben in einem einzigen Beruf zu verbringen.

Mein Lehrer für Deutsch und Geschichte wollte, dass ich schreibe. Weil ich alles beobachte, zuhören kann, weil ich Geschichten aus dem Ärmel schütteln kann und ich immer gern geschrieben habe. Mein Vater: “Das ist brotlose Kunst, Du machst eine ordentlich Ausbildung!”

Also habe ich Friseur gelernt, einige Jahre als Friseur gearbeitet, dann wegen Allergien eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht. Bedingt durch meine Mutter, die einen Blumenladen in Remscheid hatte, wurde ich selbständiger Florist, nebenbei Porzellanmaler.

Dann faszinierten mich Computer. Grundlage war ein dickes Buch, das es mal bei Aldi zu kaufen gab. Ich war so gut, dass ich einen Job bei Schadt Computer angeboten bekam, wo ich verfeinern konnte, wie man aus elektrischen Einzelteilen einen funktionsfähigen Computer zusammenschraubt. Doch ich vermisste die Blumen, kehrte zurück zu Floristik und  lebendiger Ware, Arrangieren,  Gestalten und Pflegen.

Während meiner Tätigkeit als Geschäftsführer einer Holländischen Blumenladen-Kette in Essen verschaffte mir mein älterer Bruder das nötige Wissen und eine große Chance: Er warb mich da ab. Am Ende zog ich von Essen nach Berlin und wurde  Webdesigner.

Viele Jahre war ich leitender Internetredakteur in einem Dienstleistungsunternehmen der Pharmaindustrie. Was Sie hier sehen, stammt alles aus der Lernphase dieser Zeit, ich mache alles selbst, benötige keine Programmierer und keine Optimierer für diese Homepage.

Das war aber nie mein Traumjob, weil Kreativität dort eher in homöopathischen Dosen vorkommt. Aber die Kohle stimmte! Trotzdem war diese Zeit nicht umsonst. Rückblickend war sie meine Lehrzeit, um zu verstehen, wie man Produkte und Dienstleistungen im Internet sichtbar macht, erklärt, verkauft, und wie man Vertrauen aufbaut.

Ich habe gelernt, wie wichtig klare Texte sind, gute Fotos, verlässliche Abläufe, und dass Menschen nicht nur Dinge kaufen, sondern auch Sicherheit. Gerade bei hochwertigen, empfindlichen oder erklärungsbedürftigen Stücken entscheidet oft nicht der Preis, sondern das Gefühl: Da kümmert sich jemand wirklich.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich nach Bayern sollte. Ich war aber gerade nach Berlin gezogen und hatte neue Freunde gefunden. Ich beschloss, dass ich neue Wege gehen wollte.

Selbständig, mit etwas, das mehr ist als Bildschirmarbeit. Nur womit. Ich wusste nur: Es sollte etwas sein, das Hand und Kopf gleichermaßen fordert, und bei dem man am Ende des Tages sieht, was man geschafft hat. Keine endlosen Meetings, keine leeren Floskeln, sondern greifbare Ergebnisse, Design und schöne Formen.

ls war das natürlich ein Spiel, heute weiß ich, was ich da unbewusst gelernt habe: Genau hinsehen, geduldig sein, und respektieren, dass jedes Teil seinen Sinn hat. Wer eine Uhr zerlegt, lernt schnell echte Demut, weil eine Uhr nichts verzeiht, was schlampig gemacht ist.

Meine Vorfahren waren Uhrmacher und Tischler. Mein Urgroßvater war bei Gustav Becker beschäftigt, mein Großvater hat da auch gelernt und war später selbständig mit einem Uhren- und Schmuckgeschäft in Essen Kettwig. Für die Uhren war Opa, für den Schmuck war meine Oma, Goldschmiedin und Schmuckdesignerin, zuständig.

Als Kind durfte ich in der Uhrenwerkstatt meines Opas „helfen“. Helfen hieß: Ich habe alles auseinandergebaut, und er durfte anschließend raten, wo ich es hingepackt hatte.

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In der Tischlerei meines Vaters, spezialisiert auf Antiquitäten, habe ich erst Modelle gebaut, darunter Dreimaster und Segelschiffe, frei nach meiner Phantasie, inspiriert von den Forester Romanen, die ich verschlungen habe. Kapitän Hornblower und so!

Nebenbei habe ich beim Möbelbau mitgearbeitet und dabei den Umgang mit Holz und Metall gelernt, ein Gefühl für Formen und Proportionen entwickelt, und vor allem den Respekt vor Dingen verinnerlicht, die bereits eine Geschichte in sich tragen.

Auch bei unserem Hausbau musste ich als 16-Jähriger mithelfen: Decken einziehen, Rigips verputzen, Holz-Kassettentüren und unser Jugendzimmer mit bauen. Das tat ich während meiner Zeit in der Handelsschule der “Kaufmännischen Schulen der Stadt Remscheid”.

Mein Vater war ein strenger Lehrmeister, der meine Schellackpolituren so lange wieder zerstört hat, bis sie erstklassig waren.

Was ich als Kind für eine Qual hielt, kommt mir heute zugute.

Nebenbei brachte mir mein Vater folgendes bei: “Wenn Du etwas wirklich schaffen willst, schaffst Du das auch, merke Dir: Geht nicht, gibt es nicht! Es liegt alles an Dir, Deinem Lernwillen und Deinem Fleiß.”

Wir haben alle davon profitiert, meine Schwester ist Internistin mit Beteiligung an  Praxis in Essen, meine kleine Schwester ist Friseurmeisterin mit eigenem Geschäft in Köln, mein Bruder ist selbständiger Händler von Trauringen und anderem Goldschmuck in Potsdam.

Alles war also früh da, bevor ich das überhaupt so benennen konnte.

Alte Möbel und alte Uhren haben etwas gemeinsam: Sie wurden nicht gebaut, um weggeworfen zu werden. Man erkennt an ihnen, wie früher gedacht und gearbeitet wurde, und warum manches bis heute funktioniert, obwohl es hundert Jahre älter ist als jedes moderne Gerät.

So geprägt, habe ich mich schließlich für eine Tätigkeit entschieden, die genau diese Fäden zusammenführt: Gestaltungssinn, handwerkliche Arbeit mit natürlichen Materialien, und die Liebe zu Antiquitäten und antiken Uhren.

Uhren haben für mich bis heute etwas Beruhigendes. Sie sind präzise, logisch, und gleichzeitig emotional, weil sie oft Familiengeschichten tragen. Viele Stücke wurden zur Hochzeit geschenkt, standen im Wohnzimmer mehrerer Generationen, oder haben einfach nur jahrzehntelang still die Zeit mitgezählt, bis sie irgendwann stehenblieben.

Das Reparieren, Restaurieren und der Verkauf über eine eigene Internetpräsenz lagen nahe, wandel-der-zeit.de war geboren. Ich wollte nicht nur anbieten, sondern auch erklären. Denn gerade bei antiken Uhren ist Vertrauen entscheidend.

Man gibt nicht einfach ein Stück Metall ab, sondern oft ein Erinnerungsstück. Und wer eine Uhr verschickt, braucht das sichere Gefühl, dass sie sorgfältig behandelt wird, vom ersten Kontakt bis zur Rücksendung.

Meine Devise ist also simpel: Learning by doing. Geht nicht gibt es nicht. Genau so hat zum Beispiel Wolfgang Joop seine Karriere aufgebaut. In allen Bereichen autodidaktisch!

Und man kann sehr viel, wenn man dranbleibt. Das heißt nicht, dass man blind drauflos bastelt. Es heißt: Man arbeitet sauber, lernt dazu, recherchiert, fragt nach, und hört erst auf, wenn man verstanden hat, warum etwas nicht funktioniert. Genau das macht den Unterschied zwischen „irgendwie wieder gangbar“ und „vernünftig überholt“.

Natürlich machte ich anfangs nicht alles allein. Bei gravierenden Problemen unterstützte mich ein erfahrener Uhrmacher. Er arbeitete nicht für mich, aber er zeigte mir die Schritte und erklärte mir die Zusammenhänge. Mein zweiter Ratgeber war Hans Heinrich Schmid, der Verfasser des “Lexikons der deutschen Uhrenindustrie”. Sehr zu empfehlen, die Verwicklungen zwischen den deutschen Uhrenfabrikanten lesen sich spannend wie ein Krimi.

Ich habe mich in Details verbeißen können, manchmal sehr lange, bis ich ein Werk wirklich verstanden habe. Und genau diese Hartnäckigkeit ist bei alten Uhren keine Macke, sondern Voraussetzung.

Es gibt kaum Ersatzteile, vieles muss angepasst, nachgearbeitet, oder überhaupt erst identifiziert werden. Dazu kommt: Jede Uhr ist ein Individuum.

Selbst bei identischen Modellen sieht man nach hundert Jahren, wie sie gelebt haben, wie sie gewartet wurden, und welche kleinen Eigenheiten sich eingeschlichen haben.

Mit der Zeit bestätigte sich dieser Weg. Ich kann inzwischen auch Aufträge zur Wartung und Pflege von Uhren aus großen Privatsammlungen und aus dem Umfeld von Uhrenmuseen annehmen.

Mittlerweile werden mir Uhren aus ganz Europa geschickt, zur Restauration am Gehäuse und am Werk, sodass der reine Verkauf nicht mehr im Vordergrund steht.

Viele Besitzer möchten nicht „irgendetwas Neues“, sondern genau dieses Stück erhalten. Oft ist es die Uhr der Großeltern, manchmal ein Fundstück vom Dachboden, manchmal eine Uhr, die schon viel zu lange im Stillstand lebt. Und dann ist da dieser Moment, wenn ein Werk nach gründlicher Arbeit wieder gleichmäßig läuft, der Schlag sauber sitzt, und plötzlich wieder Leben im Gehäuse ist. Das ist schwer zu beschreiben, aber man merkt es sofort.

Es macht Freude, antike Dinge wiederherzustellen, und ihnen ihre Würde und Funktion zurückzugeben. Für mich ist eine gute Reparatur nicht nur, dass die Uhr wieder läuft, sondern dass sie zuverlässig läuft, und dass man sich traut, sie wieder in den Alltag zu holen.

Deshalb kann ich auf eine antike Uhr eine einjährige Garantie geben, weil ich weiß, was ich gemacht habe und weil ich meine Arbeit nicht als Bastelversuch verstehe, sondern als Handwerk.

Auf den Seiten Reparatur und Restauration können Sie sehen, wie ich arbeite, und welche Schritte typischerweise dazugehören.

Irgendwann, mitten in der Arbeit, habe ich begriffen, dass es eine Lücke gibt, die kaum jemand noch sieht, und noch weniger jemand schließt. Zifferblätter. Ausgerechnet das Gesicht einer Uhr. Das, worauf man zuerst schaut, was den Charakter trägt, die Zeit nicht nur zeigt, sondern erzählt.

In der Praxis läuft es oft traurig banal: Ein beschädigtes Zifferblatt wird ersetzt. Neu, glatt, sauber, und genau deshalb falsch. Ein Teil von der Stange, das zwar funktioniert, aber die antike Optik zerstört. Es ist, als würde man einem alten Möbelstück eine moderne Plastikfront anschrauben, nur weil sie gerade verfügbar ist. Die Uhr verliert ihren Ausdruck, und mit ihm einen Teil ihrer Geschichte.

Ich wollte das nicht akzeptieren. Also habe ich angefangen, mich in Techniken zu vertiefen, die heute kaum noch jemand beherrscht, oder überhaupt noch anbietet. Emaillierung, Neubeschichtung, Versilberung, Vergoldung. Arbeitsschritte, die Geduld verlangen und eine ruhige Hand, aber vor allem ein Verständnis dafür, wie Material sich verhält, und wie ein Original wirklich wirkt.

Ich habe mir das autodidaktisch erarbeitet. Nicht aus romantischer Verklärung, sondern weil es sonst niemand mehr machte. Ich habe recherchiert, ausprobiert, verworfen, wieder angefangen, und so lange weitergemacht, bis ich zufrieden war. Und zufrieden heißt bei mir nicht: Es ist irgendwie wieder hübsch. Zufrieden heißt: Ich würde es mir selbst an die Wand hängen.

Weil es nicht nach Reparatur aussieht, sondern nach Original. Weil es nicht glänzt wie neu, sondern lebt wie alt. Weil Patina nicht als Makel behandelt wird, sondern als das, was sie ist: Würde.

Am Ende entstehen Zifferblätter, die makellos sind, und trotzdem wirken, als hätten sie ein Jahrhundert gesehen. Nicht künstlich „auf alt gemacht“, sondern stimmig. So, dass man den Unterschied nicht mehr sucht, weil es keinen gibt. Ein Gesicht, das wieder zu seiner Uhr passt, und eine Uhr, die ihre Geschichte behalten darf.

Auf den Seiten der Rubrik Werkstatt finden Sie außerdem Beispielarbeiten mit Vorher-Nachher Ergebnissen. Dort können Sie sich ein sehr konkretes Bild davon machen, wie sich Gehäuse, Werk und Zifferblatt durch eine fachgerechte Überarbeitung verändern, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren.

Danach lohnt sich vielleicht ein Blick in mein Gästebuch. Es wird von einem Drittanbieter bereitgestellt und kann von mir nicht manipuliert werden.

Wenn Sie sich also ein Bild aus erster Hand machen wollen, finden Sie dort Rückmeldungen von Menschen, deren Uhren wieder zu dem geworden sind, was sie einmal waren: verlässliche Begleiter mit Geschichte.

Leider hat man auf Google Bewertungen kaum Einfluss. Dort ist man nicht nur sachlicher Kritik ausgesetzt, sondern mitunter auch politischen Racheakten aus sozialen Netzwerken, Manipulationen durch Konkurrenz, und allem, was Menschen an kleinlichen Schlechtigkeiten zustande bringen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

Ich nehme das zur Kenntnis, aber ich mache es nicht zu meinem Maßstab. Ich versetze mich lieber in die Lage derjenigen, die mir ihre Uhr anvertrauen:

Menschen, die ein Stück Geschichte erhalten wollen, und erwarten dürfen, dass man sorgfältig, transparent und fair arbeitet. Dafür stehen meine Arbeit, die nachvollziehbaren Beispielseiten in der Rubrik Werkstatt, und die Rückmeldungen von Kunden, die ihre Uhr am Ende nicht nur zurückbekommen, sondern wieder bei sich haben.

Gruß aus Berlin
Andreas Winkler

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